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Gemeinsam mit sieben Organisationen aus Europa, u. a. der OETHG und der Akademie der OETHG, erstellt der VDT standardisierte Ausbildungsrichtlinien für angehende Tonspezialisten auf EQR-Niveau 5. Das durch die EU geförderte internationale Projekt ist auf drei Jahre angesetzt und läuft in mehreren Stufen. Kick-off war auf der diesjährigen Tonmeistertagung in Deutschland.

Foto: Pixabay

Unter der Federführung des Verbands Deutscher Tonmeister*innen (VDT), welcher auch die Tonmeistertagung ausrichtet, wurde das Programm „ESSENCE“ ins Leben gerufen. Die „European Sound Specialist Education and Curriculum Exchange“, wie das Akronym aufgelöst benannt wird, soll einheitliche Standards in der Europäischen Union zur Ausbildung von Berufsspezialisten für Tontechnik, kurz Tonspezialist, in der Live-Beschallung schaffen. Dafür bekam der VDT nun eine umfangreiche EU-Förderung.

Kick-off auf der Tonmeistertagung 2021

Nur wenige Tage vor der Tonmeistertagung erfuhr der Organisator und VDT-Vorstandsmitglied Jörn Nettingsmeier, dass das ERASMUS-Programm seitens der Europäischen Kommission unterstützt wird. Um keine Zeit zu verlieren und um die vorgesehenen Termine einzuhalten, wurde das erste persönliche Treffen der am Projekt beteiligten Institutionen kurzfristig einberufen. „Bisher konnten wir uns nur digital austauschen. Es war eine große Erleichterung, endlich mit den Programmpartnern persönlich sprechen zu können, trotz strenger Corona-Schutzmaßnahmen wie eine gründliche 3G-Kontrolle, Maskenpflicht und Abstand“, so Projektpartner Larry Busch von der Akademie der OETHG.

V.l.n.r.: Hendrik Korthals (VDT, DE); Klaas Tops (VPT, NL); Stefani Renner (VDT, DE); Els Wijmans (Stichting OSAT, NL); Chris van Goethem (Erasmushogeschool Brussel, BE); Harald Prieß (EurAka, DE); Jörn Nettingsmeier (VDT, DE); Desirée Luidold (EurAka, DE); Larry Busch (Akademie der OETHG, AT) © Foto: Markus Thiel, CC-BY-SA

Das Ziel des ESSENCE-Programms

Am Ende des dreijährigen Prozesses sollen eine berufliche Spezialisierungsqualifikation und ein Ausbildungsprogramm auf EQR-Niveau 5 für die Live-Event-Branche geschaffen werden. Die daraus resultierende Ausbildung schließt damit an die Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik (EQF 4) an und setzt die dort erworbenen Kompetenzen voraus. Sie steht aber auch Quereinsteigern mit nachgewiesenen Voraussetzungen offen.

In den abgeschlossenen ECVAET 2-3 Programmen, an denen die OETHG bereits früher aktiv teilgenommen hat, wurden Inhalte und Lernprogramme für die Fachkraft Veranstaltungstechnik (EQF 4) bzw. Meisterausbildung (EQF 6) definiert. Jetzt gilt es, in Verband mit anderen Organisationen und Ausbildungseinrichtungen die Programme zur Qualifikation der einzelnen Spezialbereiche (wie z. B. Licht, Ton, Bühne) zu definieren. „Als Endziel soll die bisher üblicherweise autodidaktische Ausbildung zum spezialisierten Tontechniker im Veranstaltungsbereich ein professionalisiertes und standardisiertes Fundament auf europäischem Niveau erhalten“, so Busch. Um diesen Standard zu definieren, haben sich unter der VDT-Führung insgesamt acht Institutionen aus vier EU-Länder zusammengeschlossen:

  • Deutschland: EURAKA Baden-Baden, IGVW
  • Österreich: OETHG, Akademie der OETHG
  • Niederlande: OSAT, VPT
  • Belgien: ERASMUS Hochschule Brüssel, STEPP

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