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Auf den diesjährigen Eurovision Song Contest wurde zwei Jahre lang hingearbeitet. Das macht sich an der überwältigenden Licht- und Sound-Technik bemerkbar.

Spektakuläre Ausstattung: Der Eurovision Song Contest 2021 übertrumpft in Sachen Technik jegliche Mega-Events. Foto: Nathan Reinds

Vergangenes Jahr war hart für alle Fans: Der Eurovision Song Contest, der in Rotterdam stattfinden hätte sollen, wurde aufgrund der Covid-19-Pandemie abgesagt. Als Ersatz fand am 16. Mai 2020 die Sendung „Eurovision: Europe Shine a Light“ in Hilversum statt. Für 2021 versprach man allerdings ein würdiges Comeback in Rotterdam, welches nun mit dem Semifinale am 18. bis 20. Mai sowie dem Finale am 22. Mai 2021 stattfinden wird.

Vier mögliche Szenarien

Um sicherzugehen, dass das Event mit dem Thema „Open up“ auch tatsächlich stattfinden kann, wurden vier mögliche Szenarien entwickelt:

  1. Ein normaler Eurovision Song Contest, wenn alle Beteiligten geimpft oder getestet sind.
  2. Limitierte Anzahl an Besucherinnen und Besuchern und 1,5m Abstand.
  3. Falls Reisebeschränkungen gelten: Szenario 2 plus manche Musikbeiträge live übertragen aus den jeweiligen Ländern, die nicht in die Niederlande reisen können.
  4. Lockdown: Ein Event ohne Publikum und ohne Side-Events in Rotterdam.


Schlussendlich ist es eine Version von Szenario 2 geworden: 3.500 Personen, die kürzlich als Teil der FieldLab-Tests zugelassen wurden, dürfen live als Publikum dabei sein.

Mega-Screen mit Überraschungseffekt

Der seit 1956 jährlich veranstaltete Musikwettbewerb zeichnet sich nicht nur durch beeindruckende Bühnenperformance der Musikerinnen und Musiker aus, sondern bringt das Publikum vor allem auch mit der aufwändigen Licht- und Tontechnik zum Staunen. Ein Highlight ist beispielsweise der LED-Videoscreen, der hinter der Bühne mit Visuals bespielt wird und essenzieller Teil der Performances ist. Maß dieser Screen im Jahr 2019 in Tel Aviv beeindruckende 36 x 12 m, so übertrumpft Rotterdam dieses Jahr diese Zahlen mit einem 52 x 12 m weiten Screen. „Die Leinwand ist sogar breiter als der Boden selbst, deshalb musste sie so gebaut werden, dass sie in die Sitzreihen an den Seiten der Bühne hineinreicht“, erklärt Florian Wieder, Stage Designer des diesjährigen Song Contests. „Die Fans sollten darauf achten, wie sich die Leinwand öffnen wird.“

„Alles genau dort, wo es sein soll“

Das technische Produktionsteam besteht aus 25 Personen, die bereits seit über einem Monat den Aufbau des Mega-Events organisieren. Hunderte Kilometer Kabel wurden verlegt, über 200 LKWs luden Equipment in der Ahoy Arena ab. Das Team montierte unglaubliche 600 Riggingpunkte am Dach, plus 1.800 automatisierte Lichter. „Wenn bei einer Aufführung mit 1.800 Lichtern, die sich alle bewegen und blinken, eines nicht genau dort ist, wo es sein soll, wird es niemand bemerken. Aber wir haben auch minimalistische Acts, bei denen nur fünf Lichter verwendet werden, und da muss jedes Licht exakt an der richtigen Stelle sein“, erklärt der technische Produktionsleiter Erwin Rintjema. „Wir haben also viel Zeit sowohl für die ganz großen als auch für die ganz kleinen Auftritte aufgewendet.“

Zahlen und Fakten

Lichtdesigner Henk-Jan van Beek von Light-H-Art Design war für die Auswahl der Leuchten zuständig und gestaltete mit dem Licht-, Audio- und Rigging-Lieferanten Ampco Flashlight den diesjährigen Song Contest.
Einige Zahlen und Fakten zur Audio- und Lichtausstattung:

  • 1.782 automatisierte Fixtures von Ayrton (MiniPanel-FX, Huracán-X und Karif), Robe, Clay Paky und GLP
  • Control: 16 grandMA3 light, 30 Processing Units
  • Follow-Me 3D: 64 Follow-spot-Fixtures, PSN-motion Integrierung
  • Robe RoboSpot Follow-spot-System und Motion Cam
  • 2.653 m Traversen
  • 506 Elektrokettenzüge
  • 196 t hängendes Equipment
  • 298 Lautsprecherboxen: L'Acoustics, Synco
  • 4 DiGiCo Quantum7T Konsolen
  • 20 Shure Axient digitale Quad-Receiver
  • 4.200 m Lautsprecherkabel
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