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Das weltweit erste und einzige Museum, das sich auf die Präsentation von Lichtkunst konzentriert, ist in Deutschland zu finden. Eine ehemalige Brauerei in der Kreisstadt Unna, im östlichen Ruhrgebiet, in der Nähe von Dortmund, beherbergt das Zentrum für internationale Lichtkunst.

HYPERsculptures: Squidsoup „Submergence“ Foto: © Leonard Lueg
HYPERsculptures: Squidsoup „Submergence“ Foto: © Leonard Lueg

Weithin leuchtend – tief unter der Erde strahlend

Die Sammlung des Zentrums für Internationale Lichtkunst in der ehemaligen Lindenbrauerei in Unna besitzt Modellcharakter. Seinen einzigartigen Charakter erhält das Museum durch die Konzentration auf den installativen Aspekt der Lichtkunst. Durch den 52 Meter in den Himmel ragenden Schornstein ist das Zentrum weithin sichtbar. Tief unter der Erde, auf eine Fläche von insgesamt 2.600 Quadratmetern, wird seit 2001 zeitgenössische Lichtkunst ausgestellt. Dabei stiftet die Begegnung zwischen avantgardistischer Lichtkunst und historischer Bausubstanz eine unverwechselbare Atmosphäre. Die Dauerausstellung und Wechselausstellungen inszenieren einen spannungsvollen Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Philip Vermeulen 10 meters of sound Foto Leonard Lueg 6
HYPERsculptures: Philip Vermeulen „10 meters of sound“ Foto: © Leonard Lueg

HYPERsculptures (bis 30.04.2023)

Die Wechselausstellung HYPERsculptures vereint raumfüllende, internationale Werke der internationalen Künstler:innen Christine Sciulli (US), Squidsoup (UK), Julius Stahl (DE) Philip Vermeulen (NL) und Giny Vos (NL). Die großen Lichtskulpturen ermöglichen ein intensives Eintauchen in die Kunst. „HYPER“ trägt das Übermaß in sich. In der Überschreitung des normalen Maßes, in der Veränderung der Größenverhältnisse liegt in der Kunst seit jeher eine besondere Kraft. Abgesehen von der Größe der Kunstwerke verweist „hyper“ auf die „hyperneue“ Multimedia-Technologie, derer sich die ausstellenden Künstler:innen für ihre Lichtskulpturen bedienen. Jedes Werk füllt einen riesigen Raum und bietet eine immersive und nachhaltig beeindruckende Erfahrung.

Christine Sciulli nutzt Lichtprojektion als primäres künstlerisches Medium. Für die Installation Ferment entwirft sie eine textile Skulptur, die von Dunkelheit umgeben ist.

Die internationale Gruppe Squidsoup verbindet physische und dynamische Räume mit neuartigen und intuitiven Arten der Interaktion. Die farbintensive Installation Submergence ist ein großes, immersives, begehbares Erlebnis.

Der DEW-Kunstpreisträger Julius Stahl setzt sich in seinem Werk Lichtquadrat - Resonanzobjekt 2020 mit den Verhältnissen akustischer und visueller Räumlichkeit auseinander.

Philip Vermeulens Arbeit 10 Meters of Sound ist eine audio-visuelle kinetische Komposition. Vier elastische Bänder, zehn Meter lang, drehen sich und beginnen sich zu wellen, wodurch Moiré-Muster entstehen.

Auf dem Museumsvorplatz realisiert Giny Vos ihre dauerhafte Installation Light Phenomena. Vos gehört zu den bedeutendsten Medienkünstler:innen und installiert einen großen gläsernen Kubus, der in seinem Inneren aus insgesamt 57.600 LEDS besteht. Dabei zeigt Vos Prozesse, die unter dem Einfluss von Licht ablaufen.

Christine Sciulli Ferment Foto Leonard Lueg 8
HYPERsculptures: Christine Sciulli „Ferment“ Foto: © Leonard Lueg

Die Dauerausstellung

Viele der Lichtinstallationen im Zentrum für Internationale Lichtkunst wurden eigens für die Räume vor Ort geschaffen und sind in ihrem ästhetischen wie technischen Auftritt individuell auf diesen Ort zugeschnitten.

Über 20 international renommierte Lichtkünstler:innen haben eine dauerhafte Installation eingerichtet: Mario Merz, Joseph Kosuth, Mischa Kuball, Rebecca Horn, Christina Kubisch, Keith Sonnier, Jan van Munster, François Morellet, Christian Boltanski, Brigitte Kowanz, Adela Andea, Giny Vos, Maurizio Nannucci und Olafur Eliasson. Der weltberühmte Künstler James Turrell ist mit zwei prägnanten Positionen aus seinem Werk in der Sammlung vertreten.

Lichtkunst innovativ und kreativ weiterentwickeln

Das Zentrum für Internationale Lichtkunst versteht sich als Museum und als Kompetenzzentrum für das Thema „Lichtkunst“ im weitesten Sinne. Das beinhaltet: Workshops und Symposien, ausstellungsbegleitende Programme und eine Vernetzung mit unterschiedlichen kulturellen Institutionen, sowie mit Fach- und Kunsthochschulen.

Ziel ist es, sowohl Werke aufstrebender wie auch etablierter Künstler:innen zu zeigen, die die Lichtkunst innovativ und kreativ weiterentwickeln. Neue Technologien, Energienutzung und Nachhaltigkeit spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Als Kompetenzzentrum für Lichtkunst ist es das Anliegen des Museums zu inspirieren und zu fördern und einer zukünftigen Generation von Lichtkünstler:innen eine Plattform zu bieten. Wie zum Beispiel mit dem International Light Art Award (ILAA) oder der Kooperation mit der Hochschule der Bildenden Künste Saar mit dem Ausstellungsprojekt „SWITCH“.

Zentrum für Internationale Lichtkunst

Lindenplatz 1, 59423 Unna, Deutschland

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