amaZone-Award 2026: Volkstheater erhält Auszeichnung

Das Wiener Volkstheater ist mit dem amaZone-Award 2026 des Vereins sprungbrett ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung würdigt Ausbildungsbetriebe, die junge Frauen gezielt in handwerklich-technischen Lehrberufen fördern und sich darüber hinaus für Chancengerechtigkeit und Diversität in der Arbeitswelt engagieren. Die feierliche Verleihung fand am 1. Juni 2026 im Wiener Rathaus statt.

Das Volkstheater ist seit mehr als 20 Jahren Ausbildungsbetrieb. Aktuell werden dort Lehrlinge in vier Berufsbildern ausgebildet: Veranstaltungstechnik, Metallbearbeitung, Herrenkleidermacher:in mit Spezialmodul Theaterschneiderei sowie Maskenbild. Ein erklärtes Ziel des Hauses ist es, jungen Frauen den Einstieg in die nach wie vor männlich geprägten Bereiche Veranstaltungstechnik und Metallbearbeitung zu erleichtern – ein Engagement, das bereits im Herbst 2024 mit dem TOP-Lehrbetrieb-Qualitätssiegel der Wirtschaftskammer Wien gewürdigt wurde.

Bei der Preisverleihung im Rathaus war auch Jennifer Kunis vor Ort, die der Fachgruppenleitung der OETHG angehört und als Lehrlingsbeauftragte des Volkstheaters tätig ist. Sie selbst hat ihre Ausbildung am Haus absolviert und begleitet heute selbst junge Menschen auf ihrem Berufsweg. „Als ehemaliger Lehrling ist es mir ein besonderes Anliegen, heute selbst junge Menschen auf ihrem Berufsweg zu begleiten. Lehrlinge auszubilden, heißt für mich, Wissen weiterzugeben, Chancen zu schaffen und Zukunft aktiv mitzugestalten. Ich möchte jungen Frauen Mut machen, ihren Platz auch in technischen Berufen selbstbewusst einzunehmen. Gute Ausbildung braucht Engagement, Wertschätzung und faire Rahmenbedingungen – denn nur so können Talente wachsen“, so Kunis bei der Verleihung.

„Das Volkstheater hält die Lehrausbildung für einen wichtigen Unternehmenspfeiler. Ich freue mich, dass das Engagement und die Entschlossenheit, noch immer männlich geprägte Ausbildungsberufe diverser zu gestalten, sich auszahlt und nun auch mit dem amaZone-Award gewürdigt wird“, zeigte sich auch der Kaufmännische Direktor des Volkstheaters, Cay Stefan Urbanek, stolz über die erneute Auszeichnung.

Der Verein sprungbrett unterstützt seit 1987 Mädchen und junge Frauen – darunter auch trans*, inter* und nichtbinäre Jugendliche – auf ihrem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft und setzt sich für Chancengerechtigkeit, Empowerment und ein gewaltfreies Leben ein. Der amaZone-Award wird bereits seit 1995 verliehen und zeichnet Wiener Betriebe aus, die mindestens einen weiblichen Lehrling ausbilden und sich in besonderem Maß für deren Förderung einsetzen. Über die Vergabe entscheidet eine Expert:innenjury aus Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Gleichstellungspolitik – auf Basis von Betriebsbesichtigungen, Interviews mit Unternehmensvertreter:innen sowie Befragungen der weiblichen Lehrlinge selbst.

Im Namen aller Lehrlinge und Lehrlingsausbildner:innen zeigte sich das Volkstheater erfreut über die Auszeichnung.

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