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Um den tontechnischen Anforderungen der Opernproduktion „María de Buenos Aires“ gerecht zu werden, wurden erstmals – für eine Produktion dieser Größe in Österreich – ein Open-Air-Akustiksystem und ein Trackingsystem kombiniert.

Die Oper „María de Buenos Aires“ wurde im Juni 2018 sechsmal vor ausverkauftem Saal in den Grazer Kasematten aufgeführt. Foto: Oper Graz

Die Opernproduktion „María de Buenos Aires“ des Argentiniers Astor Piazzolla wurde im Juni 2018 in den Grazer Kasematten aufgeführt. Gefordert waren u. a. ein herausragender Konzertsaal-Klang und eine bestmögliche Lokalisation der Sänger auf einer außergewöhnlich breiten Open-Air-Bühne. Dazu kombinierte Rohde Acoustics, Salzburg, im Auftrag der Opernhaus Graz GmbH ein Open-Air-Akustiksystem und ein Trackingsystem.

Akustik-Optimierung

Als Bühne wurde die 40 m breite Längsseite der Kasematten genutzt – und nicht der übliche Bühnenbereich an der Stirnseite der Veranstaltungsstätte. Zu Optimierung der Akustik kam ein Amadeus Show Acoustics System zum Einsatz – die Open-Air-Variante des Amadeus Active Acoustics Systems für Innenräume. Damit konnten die wichtigsten Parameter wie z. B. Nachhallzeit, Energiedichte und spektrale Balance kontrolliert und in weiterer Folge die Akustik der gesamten Spielstätte optimiert werden. Für die Open-Air-Anwendung wurden nicht wie in Innenraum-Anwendungen Raummikrofone verwendet, sondern die Signale der Headsets und der Musikermikrofone.

Ton-Lokalisierung

Um die Lokalisation der Künstler für die Zuschauer in Echtzeit zu gewährleisten, wurden alle Sänger mit Positions-Trackern eines TiMax-Tracking Systems ausgestattet. Die Signale wurden von acht Sensoren erfasst, zum Amadeus-Prozessor gesendet und in die Berechnungen mit einbezogen. Mit einer speziell für die Bühne konfigurierten Delay-Matrix wurden je nach Position der Akteure eigene Reflexionsmuster erstellt und die richtigen Lautsprecher mit entsprechenden Delays und Pegeldifferenzen für die Richtungsbeschallung angesteuert. Nach einer Feineinstellung mit dem Gehör ergaben sich für den ganzen Publikumsbereich gute Werte.

Orchester im Würfel

Eine weitere Besonderheit der Produktion war die Platzierung des Orchesters. Für die 17 Musiker wurde ein fast schalldichter Würfel mit Acrylglasfront seitlich der Bühne installiert. Mit der Mischung der gesamten Produktion durch Tonmeister Volker Werner wurden die Zeitdifferenzen von bis zu 150 ms zwischen Orchester und Sängern vermieden, die als deutliche Echos wahrnehmbar gewesen wären.

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Im Bild: Die Bühne, ein Teil der Lautsprecher des Amadeus Show Acoustics Systems und im Hintergrund der Acrylglaswürfel, in dem das Orchester platziert war. Foto: Rohde Acoustics

Backstage-Blick hinter die Kulissen

Open Air zu spielen bringt immer ganz besondere Anforderungen und natürlich Highlights mit sich. Mit spannenden Interviews blickt das Backstage-Video hinter die Kulissen der Tango-Oper „María de Buenos Aires“. Video by Christian Thausing

www.oper-graz.com

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